Krank im Urlaub – Krankenrücktransport

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Krank im Urlaub – Krankenrücktransport

Skifahren, Tauchen, Bergsteigen, Surfen: Im Urlaub geht man vielen Aktivitäten nach – Unternehmungen, die man im alltäglichen Leben aus unterschiedlichen Gründen oftmals nicht machen kann. Spaß, Euphorie und Nervenkitzel blenden dabei häufig den Gedanken aus, dass das Unfallrisiko bei solchen Aktivitäten sehr hoch ist und somit der Urlaub mit etwas Pech im Krankenhaus enden könnte.

Besonders für Reisende, die generell abenteuerreiche Urlaubsorte bevorzugen, kann dies bedeuten, dass der Urlaub nach einem Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit vorzeitig abgebrochen werden muss. Ist das Land, in dem man sich gerade befindet, medizinisch nicht weit entwickelt, ist man dann schlimmstenfalls gezwungen ins Heimatland zurückzukehren, um dort die notwendige medizinische Behandlung zu bekommen.

In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie Sie in solchen Notsituationen vorgehen und an wen Sie sich wenden sollen, um Hilfe zu erhalten.

Schritt 1: Ruhe bewahren

Auch wenn es in solchen Situationen schwierig ist nicht durchzudrehen: Atmen Sie tief durch und versuchen Sie sich an dem positiven Gedanken festzuhalten, dass Sie schon bald Hilfe bekommen werden.

Schritt 2: Notfall melden

Nachdem Sie einigermaßen zur Ruhe gekommen sind, sollten Sie den Notfall bei dem Versicherungsschutzanbieter melden. In der Regel sind Versicherungen über eine 24-Stunden-Hotline zu erreichen und somit jederzeit im Einsatz.

Schritt 3: Informationen bereitstellen

Damit die Versicherung den Fall schnellstmöglich bearbeiten kann, braucht sie meist folgende Informationen von Ihnen:

  • Situation
  • Name des Geschädigten
  • Unfallort
  • Telefonnummer
  • Art des Versicherungsschutzes
  • Versicherungsnummer

Schritt 4: Reiseveranstalter kontaktieren

Sofern die Versicherung über einen Reiseveranstalter abgeschlossen wurde, wird nicht das Versicherungsunternehmen selbst, sondern der jeweilige Veranstalter kontaktiert und über die Notsituation aufgeklärt. Die oben genannten Informationen sind auch hier nützlich, damit die Bearbeitung des Notfalls schnellstmöglich beginnen kann.

Schritt 5: Vorbereitung des Krankenrücktransports

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nicht alle Kosten, die bei einer Erkrankung oder einem Unfall im Ausland anfallen. So kommen sie zum Beispiel nicht für einen Krankenrücktransport auf. Damit diese entweder teilweise oder komplett übernommen werden, sollte man im Vorfeld eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben, die genau diese Leistung abdeckt.

Die Voraussetzung dafür, dass Versicherungen die Kosten für einen Krankenrücktransport übernehmen, ist die Begründung einer „medizinisch notwendigen“ oder „medizinisch sinnvollen“ Rückholung. Dabei ist diese Beurteilung eher subjektiv und variiert von Anbieter zu Anbieter – das kann in einigen Fällen dazu führen, dass man für einen Krankenrücktransport selbst aufkommen muss. Ein weiterer Nachteil ist, dass Versicherer in der Regel sehr lange brauchen, um einen Krankenrücktransport zu organisieren. In dieser langen Zeit kann sich in besonders dringenden Fällen der Gesundheitszustand dramatisch verschlechtern, weshalb eine schnelle und kurzfristige Lösung gerade in Notfällen fundamental ist.

Das Gute ist, dass man sich in solchen Situationen nicht unbedingt auf eine Versicherung verlassen muss. In Deutschland gibt es einige private Rückholdienste (wie beispielsweise die Ambulanzflug-Zentrale), die auch unabhängig von einer Versicherung innerhalb kürzester Zeit Krankenrücktransporte organisieren können. Dabei werden die gesamten bürokratischen Angelegenheiten ebenfalls vom jeweiligen Dienstleister übernommen und man bekommt zum richtigen Zeitpunkt die Hilfe, die man benötigt.

Eine gute Urlaubsvorbereitung beinhaltet nicht nur die Liste mit den Dingen, die man beim Koffer packen bloß nicht vergessen sollte, sondern auch die Aufklärung über das Verhalten bei Notfällen. Ob ein Krankenrücktransport letztendlich über die Versicherung oder einen privaten Rückholdienst läuft, steht erst mal an zweiter Stelle: Wichtig ist zu wissen, an wen man sich im Falle eines Falles wenden sollte.

Von |2018-07-01T18:18:51+00:001. Juli 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |0 Kommentare

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