Burano – Die kleine Schwester von Venedig

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Burano – Die kleine Schwester von Venedig

Ganz in der Nähe von Venedig in der sogenannten Lagune von Venedig liegt die wunderbare Insel Burano, welche per Schiff leicht erreichbar ist. Wobei es eigentlich falsch ist, von einer Insel zu sprechen. Im Grunde sind es vier Einzelinseln, welche durch relativ schmale Kanäle getrennt sind, und durch acht Brücken miteinander verbunden sind. Insgesamt ist die Insel ungefähr 670 Meter lang und hat eine maximale Breite von 450 Metern.

Das kleine Venedig

Wem Venedig gefällt, der wird von Burano noch mehr begeistert sein. Auf der einen Seite ist es wie ein kleines Venedig mit Kanälen und Brücken, auf der anderen Seite gibt es hier wunderbar unterschiedlich farbige Häuser, welche den Charme ausmachen. Es leben knapp 3000 Einwohner hier, welche ursprünglich von der Fischerei und der Spitzenstickerei lebten. Unterdessen ist aber klar der Tagestourismus die Einnahmequelle Nummer eins. Die meisten Besucher machen einen Ausflug per Boot von Venedig her und verweilen für ein paar Stunden hier.

Farbenprächtige Häuser

Absolut typisch für die Insel Burano sind wie bereits geschrieben die in verschiedenen Farben gestrichenen Fischerhäuser, welche sich in der Farbe jeweils vom Nachbarshaus unterscheiden. So kann sich der jeweilige Hausbesitzer von seinen Nachbarn individuell unterscheiden. Diese wirklich sehr kuriose Farbenpracht zieht seit vielen Jahren Maler und Fotografen auf die schöne Insel. Die Legende erzählt, dass diese spezielle Farbgebung der Häuser einzig der Orientierung der heimkehrenden Fischer diente, die bei Nebel oder nach durchzechter Nacht ihre Insel und ihr trautes Heim anhand der Farbe ausmachten. Heute bestimmt übrigens der Stadtrat von Burano mit was für Farben die Einwohner ihre Häuser streichen dürfen.

Entlang der Kanäle kann man wunderbar flanieren und sieht im Wasser die Farben der gespiegelten Häuser. Diverse Geschäfte bieten allerlei Souvenirs an, unter anderem natürlich Spitzenstickerei. Aber Achtung, falls du dich dafür interessierst. Unterdessen wird auch billige Ware aus Asien angeboten. Echte Spitze aus Burano ist entsprechend teuer. Auf der Insel gibt es natürlich auch einige Restaurants, welche bestimmt einen Besuch wert sind. Insbesondere Liebhaber von Fisch-Spezialitäten kommen hier auf ihre Kosten. Aber selbstverständlich findet man auch leckere Pizza und Pasta.

Der schiefe Turm von Burano

Bei der Anfahrt per Boot hat der Autor zuerst an eine Sinnestäuschung geglaubt. Irgendwie schien der Turm der Kirche, welche schon von weitem her sichtbar war, ganz schief zu sein. Und siehe da, bei der Ankunft hat sich dann herausgestellt, dass es sich nicht um eine Sinnestäuschung gehandelt hat. Der Turm der Kirche San Martino ist tatsächlich extrem schief. Scheint in Italien also irgendwie ein verbreiteteres Phänomen und nicht nur in Pisa vorhanden zu sein. Im Inneren der Kirche gibt es übrigens eine Kreuzigungsszenerie von Giovanni Battista Tiepolo zu bewundern.

Von | 2017-01-14T18:06:23+00:00 10. Juni 2016|Kategorien: Europa, Italien, Städtereisen|Tags: |0 Kommentare

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